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AG Helmstaedter - Klinische Neuropsychologie


Prof. Dr. phil. Christoph Helmstaedter

Arbeitsgruppenleitung


Tel.: 0228 287-16108


Die Neuropsychologie untersucht die psychischen und psychosozialen Folgen von chronischen Hirnerkrankungen und akuten neurologischen Ereignissen (z.B. Anfällen); sie unterstützt die betroffenen Patienten*innen durch Training und Therapie bei der Krankheitsbewältigung. Bei Epilepsien müssen Einflüsse der zugrunde liegenden Hirnerkrankung, der Anfälle selbst, der Medikamente und der Stimmung auf das Leistungsverhalten berücksichtigt und neuropsychologisch beurteilt werden. Aus den Untersuchungen ergeben sich Hinweise auf den Ort einer Hirnschädigung (Lateralisation, Lokalisation). Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Abschätzung der Reservekapazität sowie die Beurteilung der Hemisphärendominanz für Sprache und Gedächtnis im Vorfeld einer Operation. Verstärkt stehen heute Fragen der Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung bei der konservativen, neurostimulatorischen, radiologischen und operativen Epilepsiebehandlung im Mittelpunkt des Interesses; hierzu werden auch geeignete psychometrische Messinstrumente entwickelt.

Die AG Helmstaedter nimmt wichtige klinische Aufgaben in der alltäglichen Patientenversorgung wahr und ist zugleich international wissenschaftlich aktiv.

Unsere klinischen Aufgaben betreffen zum einen die umfassende testdiagnostische Erfassung von Leistungsproblemen (z.B. Gedächtnisdefizite) sowie Veränderungen des Befindens (z.B. Depression), vor allem vor und nach epilepsiechirurgischen Eingriffen sowie vor und nach Medikamentenumstellungen. Zum anderen wird den Patienten im Rahmen der multimodalen Komplexbehandlung schwer behandelbarer Epilepsien ein ausführliches psychologisches Beratungsgespräch bzw. ein verhaltensmedizinisches, psychoedukativ ausgerichtetes Gruppentraining angeboten. Auch die Pädagogen und Ergotherapeuten, die sich in der Komplexbehandlung engagieren, sind der AG Helmstaedter zugeordnet.

In unserem wissenschaftlichen Forschungsprogramm beschäftigen wir uns zurzeit mit folgenden Aufgaben und Zielen:

  • Evaluation der neuropsychologischen Langzeiteffekte epilepsiechirurgischer Eingriffe bei Kindern und Erwachsenen
  • Evaluation neuropsychologischer Medikamentennebenwirkungen
  • Charakterisierung depressiver Stimmungslagen bei schwer behandelbarer Epilepsie
  • Differentielle Charakterisierung der Neuropsychologie von Autoimmun-Enzephalitiden
  • Psychische Mechanismen und Folgen funktioneller ("psychogener"), nichtepileptischer Anfälle
  • Wirksamkeit eines Biofeedback/Neurofeedback-Trainings bei Epilepsie
  • Kognitives Training mit computergestützten Trainingsprogrammen
  • Neuentwicklung und Validierung psychometrischer Tests und Fragebögen

In über 30 Jahren wurden weit über 20.000 neuropsychologische Untersuchungen an Kindern und Erwachsenen mit Epilepsie durchgeführt, viele davon im Verlauf vor und nach einem epilepsiechirurgischen Eingriff,  begleitend zu einer Umstellung der medikamentösen Epilepsietherapie oder mehrfach im Verlauf der Erkrankung (z.B. limbische Enzephalitis). Die AG verfügt damit über eine umfangreiche Expertise im Bereich der neuropsychologischen Folgen der Epilepsie und ihrer Behandlung im Kindes- und Erwachsenenalter.

Die AG hat selbst zahlreiche Testverfahren entwickelt, die heute teilweise breit eingesetzt werden, auch international; weitere Tests und Fragebögen befinden sich derzeit in Entwicklung:

  • Verbaler Lern- und Merkfähigkeitstest VLMT: verbaler Test des episodischen Gedächtnisses
  • EpiTrack und EpiTrack Junior: Medikamentenscreening
  • NeuroCog FX bzw. NeuroCog Essential: computerisiertes neuropsychologisches Screening-Verfahren
  • Kognitive Probleme im Kindes- und Jugendalter KOPKIJ: Elternfragebogen zur Erfassung von Leistungsproblemen im Kindes- und Jugendalter
  • Fragebogen zur Persönlichkeit bei ZNS-Erkrankungen FPZ: Persönlichkeitsfragebogen für neurologische erkrankte erwachsene Patienten

Mitarbeiter*innen:

  • Prof. Dr. phil. Christoph Helmstaedter, Dipl.-Psych., Leiter der AG
    Tel.: 0228 287-16108,
  • PD Dr. rer.nat. Christian Hoppe, Dipl.-Theol. Dipl.-Psych.
    Tel. 0228 287-16172,
  • PD phil. Juri-Alexander Witt, Dipl.-Psych.
    Tel. 0228 287-14436,
  • Julia Taube M.Sc. Psychologie
    Tel. 0228 287-14436,
  • Sophia Schach M.Sc. Psychologie
    Tel. 0228 287-14436,

Aktuelle Publikationen (Auswahl):

  • Witt JA, Nass RD, Baumgartner T, von Wrede R, Elger CE, Surges R, Helmstaedter C. Does the accumulated antiepileptic drug load in chronic epilepsy reflect disease severity? Epilepsia. 2020 Dec;61(12):2685-2695.
  • Helmstaedter C, Hansen N, Leelaarporn P, Schwing K, Oender D, Widman G, Racz A, Surges R, Becker A, Witt JA. Specific B- and T-cell populations are associated with cognition in patients with epilepsy and antibody positive and negative suspected limbic encephalitis. J Neurol. 2020 Aug 20.
  • Hoppe C, Porębska I, Beeres K, Sassen R, Kuczaty S, Gleissner U, Lendt M, Elger CE, Helmstaedter C. Parents' view of the cognitive outcome one year after pediatric epilepsy surgery.  Epilepsy Behav. 2019 Dec;101(Pt A):106552.

Alle PubMed-gelisteten Publikationen der AG Helmstaedter: hier

Drittmittel:

Kooperationspartner/ Forschungsverbünde:

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Diese E-Mailadresse richtet sich vorzugsweise an Kontaktpersonen von Behörden, Herstellern und Vertreibern von Medizinprodukten.