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Universität Bonn
Universitätsklinikum Bonn

Klinische Neuropsychologie

Die Abteilung ist für umfassende und spezialisierte diagnostische Untersuchungen für stationäre Patient*innen der Klinik für Neurodegenerative Erkrankungen verantwortlich und bietet Konsultationen für andere, verwandte Kliniken (z.B. Neurologie, Neurochirurgie, Neuroonkologie, Gerontopsychiatrie) an.

Zum Einsatz kommen neben klassischen neuropsychologische Testmethoden auch innovative, elektronisch basierte Methoden. Momentan erforschen wir tele-neuropsychologische Ansätze zur diagnostischen Arbeit im Rahmen der Covid-19 Pandemie. Zu dem breiten Patientenspektrum zählen neben dementiellen Erkrankungen wie Alzheimer Krankheit und Fronto-temporale Demenz auch Motoneuronerkrankungen wie zum Beispiel die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) sowie Erkrankungen wie die limbische Encephalitis oder der Normaldruckhydrozephalus. Weitere von uns untersuchte und behandelte neurokognitive Erkrankungen sind die HIV-verursachte kognitive Einschränkung, die Multiple Sklerose sowie Einschränkungen bei zerebralen Neoplasien und post-infektiöse kognitiven Einschränkungen wie zum Beispiel nach einer Sepsis oder Covid-19 Infektion.

In unserer Forschung spezialisieren wir uns auf translationale Aspekte degenerativer Erkrankungen, systemischer Inflammationen und Neuro-Inflammationen wie zum Beispiel einer Sepsis, dem systemischen Inflammation Response Syndrom, Multiple Sklerose, HIV und nun auch Covid-19. Wir verfolgen einen multidisziplinären und kollaborativen Ansatz, um die langfristigen kognitiven Verläufe zu untersuchen, die nach akuten systemischen Entzündung und während dem Verlauf chronischer Inflammationen eintreten können. Ultimatives Ziel dieser Forschung ist es, neue therapeutische Ansätze zu entwickeln.

Die klinische Neuropsychologie arbeitet in Kollaboration mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, mit anderen Abteilungen der Universitätsklinik Bonn, wie zum Beispiel der Intensivmedizin und Virologie, Chirurgie sowie mit der Sepsis- und Infektions-Forschungseinheit der Universitätsklinik Jena.

Klinische Neuropsychologie ist ein Spezialgebiet innerhalb der klinischen Psychologie, das sich dem Zusammenhang zwischen Gehirn und Verhalten widmet. Es ist ein wesentlicher Teil der Erstellung von Diagnosen von Hirnstörungen ins besonders infolge von Unfällen oder Erkrankungen.

Die Erfassung von geistigen Fähigkeiten erfolgt im Rahmen einer neuropsychologischen Untersuchung (oft auch Diagnostik oder testpsychologische Untersuchung oder Testung genannt).

Bei einer neuropsychologischen Untersuchung werden Informationen vom Patienten und oft auch deren Angehörigen zur aktuellen Beschwerden im Alltag oder im Beruf gefragt, auch Anamnese und Fremdanamnese genannt.

Die Untersuchung besteht in der Regel aus der Durchführung standardisierter Tests unter Verwendung von mündlichen Fragen, Papier und Bleistift, Computern, die Handhabung von Materialien wie Blöcken und das Legen von Puzzlen und anderen Verfahren. Es können auch Tests und Fragebögen zu psychologischen Aspekten der Stimmung, des emotionalen Stils, des Verhaltens und der Persönlichkeit gegeben werden.

Je nach Umfang und Zweck der Untersuchung kann sich die Prüfung ein breites Spektrum kognitiver Funktionen umfassen. Typischerweise gehört eine systemische Untersuchung der folgenden Bereiche dazu:

  • das Denkvermögen (bzw. der Intelligenz),
  • logisches Denken und Problemlösung,
  • die Aufmerksamkeit,
  • das Gedächtnis,
  • die Sprache,
  • visuell-räumliche Fertigkeiten/Wahrnehmung,
  • sensomotorische Fertigkeiten,
  • Persönlichkeits-/Verhaltensänderungen,
  • emotionales Wohlbefinden und gesundheitsbezogene Lebensqualität
Warum angefordert?

Neuropsychologische Untersuchungen werden speziell angefordert, um zu verstehen, wie die verschiedenen Bereiche und Systeme des Gehirns funktionieren. Tests werden in der Regel empfohlen, wenn es Symptome oder Beschwerden gibt, die das Gedächtnis oder Denken betreffen. Die Veränderung kann auf eine Reihe von medizinischen, neurologischen, psychologischen oder genetischen Ursachen zurückzuführen sein. 

Was passiert danach?

Neuropsychologische Tests und Fragebögen werden analysiert und mit Hinblick auf relevante historische sowie aktuelle Informationen interpretiert und eine Rückmeldung wird an den Überweiser gegeben.

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