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UKB - Strahlentherapie und Radioonklogie

Ganzkörperbestrahlung

Ganzkörperbestrahlung (GKT oder TBI) mit TomoTherapy

Nach einer Chemotherapie können bei der Behandlung von Leukämie (ALL und CLL) Tumorzellen im Knochenmark verbleiben. Diese verursachen ein Wiederausbrechen der Erkrankung. Mit einer zusätzlichen GKT werden Leukämiezellen im Knochenmark abgetötet. Nach dieser Behandlung verfügt der Körper jedoch über keine unbegrenzt teilungsfähigen Zellen mehr. Dies betrifft insbesondere die Stammzellen zur Blutbildung. So muss nach der Chemotherapie und GKT eine Knochenmarks- oder Stammzelltransplantation erfolgen, um die Stammzellen der Blutbildung zu ersetzen. Die GKT unterdrückt darüber hinaus das körpereigene Immunsystem, damit die transplantierten Stammzellen nicht abgestoßen werden.

Die GKT wird mit einer Gesamtdosis von bis zu 12 Gy hyperfraktioniert (2 x 2Gy/Tag) durchgeführt. Diese Bestrahlungsdosen haben sich für eine Immunsuppression und Konditionierung als geeignet für eine Stammzellenstrahplanation herausgestellt (Studienprotokoll GMALL 08/12).

Unter Verwendung unseres Spezialgerätes (TomoTherapy) ist es nun möglich, mittels intensitätsmodulierter Strahlentherapie eine optimierte Dosisverteilung für den ganzen Körper zu erzielen und dabei die Risikoorgane Lunge, Nieren und Augenlinsen maximal zu schonen. Das war bisher mit konventionellen GKT-Techniken nicht möglich [1].

Einige Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen können medikamentös behandelt werden. Leider überlagern sich die Nebenwirkungen der Chemotherapie mit denen der Ganzkörperbestrahlung.

TMI (Ganzlymphatische Bestrahlung)

Die Verwendung von IMRT und der Tomotherapie bieten eine Möglichkeit der GKT des Multiplen Myeloms, also eine Bestrahlung des gesamten lymphatischen Gewebes und Schonung anderer Risikostrukturen.

[1] Wilhelm-Buchstab et al., Total body irradiation: Significant dose sparing of lung tissue achievable by helical tomotherapy. Z Med Phys. 2020 Feb;30(1):17-23. doi: 10.1016/j.zemedi.2019.05.002. Epub 2019 Jun 22.

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